Das Ende des Wohlstands? Eine Notiz zum drohenden wirtschaftlichen Niedergang und der Chance der Neuerfindung in Deutschland

Der Aufhänger unsere Pitches von NEXTGEN.LX bei unserer ersten öffentlichen Präsentation war die stetige Abnahme der Erwerbsbevölkerung in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten. Laut dem statistischen Bundesamt überschreiten fast 13 Millionen Erwerbspersonen bis 2026 das Renteneintrittsalter. Das entspricht knapp 30% der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Erwerbspersonen. Diese werden kaum von nachrückenden jungen Menschen ersetzt. Parallel kommen weitere Entwicklungen hinzu: Zum einen verringert sich die Verweildauer von Mitarbeitenden in Unternehmen (derzeit rund 11 Jahre), zum…
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Zukünfte (Plural). Gab es jemals bessere Zeiten um aufzubrechen?

Abendgedanken. Die Segel setzen. Auf einem alten Datenträger fand ich ein Bild von mir vor etwa 15 Jahren (unten in der Collage). Ich sehe glücklich aus.Die Realität war, dass ich damals an starken Depressionen gelitten hatte, einen Selbstmordversuch überlebt hatte und ich ein ganzes Jahrzehnt brauchte um aus dem schwarzen Loch herauszuwachsen. Been there.Eine gute Freundin, eine bis zum Anschlag hochintelligente bipolare Musikprofessorin fand damals, dass ich noch ganz gut dran war: „Joana, in deiner…
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Warum wir den Wandel nicht auf die Reihe bekommen: Von Blackbox- zu Whitebox-Organisationen

Wir analysieren, wir operationalisieren, wir kommunizieren – und trotzdem passiert nichts oder zu wenig. Wir tun uns schwer unsere Ideen in nachhaltige Handlungen umzusetzen, oder genauer: reflektierte Handlungen. Unternehmen stecken Mitarbeitende in MS Teams, aber die Menschen hinter den Bildschirmen werden dadurch nicht zu Teamplayern. Wir erstellen Organigramme, ohne dass dadurch eine bessere Firmenkultur entsteht. Die meisten Unternehmen stützen sich auf Wissensmanagement Systeme, die wiederum auf dem 500 Jahre alten Paradigma der Wissensaneignung basieren. Hierbei…
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Für eine akteurbasierte Bildungsphilosophie des aktiven Handelns: Von ‘Future Skills’ zu ‘Our Future’

Verortung: Wo bleibt der Mensch in einer zunehmend automatisierten Welt? Dieser Blogeintrag etabliert Albert Banduras Konzept einer akteurbezogenen Psychologie als einen zeitgemäßen Bildungsansatz, der einen sozialkonstruktivistischen Ansatz erweitert und zugleich in ein konnektivistisches Verständnisses menschlichen Lernens (Siemens, 2005) integriert werden kann.Für den von Bandura verwendeten Begriff einer ‚agentic perspective‘, der sich auf die Selbstwirksamkeitserfahrungen und Selbstkonstitutionskompetenzen von Menschen bezieht, gibt es keine hundertprozentige deutsche Entsprechung. Bandura expliziert zur Bedeutung einer ‚agentic perspective‘: ‚In this conception,…
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Das Ende alter Lernmodelle: Hypercluster, Heterarchien und Netzwerk-Kompetenzen als Kristallisationspunkte eines New Learning

Das Paradigma der Netzwerkgesellschaft (Castells, 1996), das gegenwärtig als eingebettet in einer ‚Kultur der Digitalität‘ (Stalder, 2016) verstanden wird, hat grundlegende Konsequenzen hinsichtlich eines neuer Lernstrukturen in Organisationen zufolge. Während in älteren, eher hierarchischen Organisationen die Wissensorganisation wie die Wissensproduktion auf herrschende Eliten oder Expertenkulturen beschränkt war, finden Lernprozesse in jüngeren, digitalisierten Organisationen als ein Austausch zwischen interdisziplinären Teams statt. Im Folgenden werden entscheidende Faktoren dieses Wandels erörtert. Die Bedeutungsänderung der Autonomie: Freiheit durch Netwerke,…
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Das Scheitern pazifistischer Utopien? Wo Kant idealisierte, wo nicht und wie wir rationaler über Friedensordnungen denken können

Deutsche Befindlichkeiten nach dem Zweiten Weltkrieg Vor dem Mauerfall gab es in Deutschland reichlich Gründe für einen begründeten deutschen Pazifismus. Warum sollten Ost- und Westdeutsche im Falle eines Krieges aufeinander schießen, wo sie doch ein gemeinsames Volk sind? Warum sollten auf deutschem Boden atomare amerikanische Pershing II Raketen aufgestellt werden, die einen Atomkrieg wahrscheinlicher machen würden? Und warum sollte man der damaligen amerikanischen Verteidigungsdoktrin trauen, die im Falle eines russischen Angriffs die damalige BRD in…
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Putin und die Ukraine: Warum lassen wir unser Politik- und Geschichtsverständnis von toxisch-autoritären Patriarchen diktieren?

Eines der größten Güter einer offenen Informationsgesellschaft ist eine pluralistische Deutungshoheit, die durch die Abwägung von Argumenten sowie die unterliegenden, geteilten demokratischen Werte der Gemeinschaft ermöglicht wird. Dem stehen ideologische Erzählungen gegenüber. Für toxische Patriarchen gelingt Kommunikation in dem Moment, in dem sich Opfer schuldig und verantwortlich für ihre eigene Demütigung fühlen. Wie Demokratien zerbrechen Ideologisierende Deutungen folgen dagegen einem eingespielten Drehbuch. Ich konnte ein solches Drehbuch während meiner Zeit in Thailand aus der Nähe…
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Symbolische Tiere, die in der Zeit leben und nach der Zukunft fischen

Hätten wir keine Sprache, würden wir weder über eine verhandelbare Erinnerung verfügen noch könnten wir eine Zukunft antizipieren und planen. Erst in der Sprache verschmelzen unsere inneren Bilder, Gefühle und Filme zu einem symbolischen, intersubjektiven Kontinuum. Dies bedeutet, dass andere Menschen unsere sprachlich verschlüsselten Botschaften über Zeit und Ort hinweg verstehen und sich zu ihnen verhalten können. Symbolisches Handeln konstituiert unseren Verständnishorizont. Erst Sprache ermöglicht uns Kultur, die Fähigkeit historische Erfahrungen und Potenziale zwischen den…
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Die Verbindung zwischen persönlichen und systemischen Lernerfahrungen: Anmerkungen zu einer zeitgemäßen Lernkultur und ‚Future Skills‘

Wie viele Zuschauerinnen und Zuschauer hatte mich die Verfilmung der Wannseekonferenz im ZDF, allem voran die brutale Gefühlskälte und vollständige Abwesenheit jeglicher menschlichen Empathie der SS Leute, zutiefst erschüttert. Der trockene dokumentarische Stil des Films hob die Grausamkeit der beteiligten Männer sowie die Kongruenz ihres menschenverachtenden Denkens, ihrer enthumanisiert-funktionalen Sprache mit der von ihnen geplanten Mordmaschinerie ganz besonders hervor. Wie bei allen Erfahrungen, auch wenn ‘nur’ eine TV-Verfilmung, geraten wir in Resonanz mit vergangenen Lernerfahrungen.…
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Wozu brauchen soziale Startups einen Hub?

Zusammen mit einem wunderbaren Team aus dem Umfeld meiner Universität entwickeln wir derzeit ein SaaS-Startup. Unser Produkt ist im Edutech-Sektor angesiedelt (universitäre wie berufliche Lernprozesse), da es neue Ebenen der Co-Creation erschließt und multiple soziale Akteure in die Lage versetzt, gemeinsam höherwertige (vor allem kreative) Professionalisierungs- und Kooperationsprogramme zu entwickeln. Also genau das, was in der ökologisch-ökonomischen Transformation aus unserer Sicht von größter Bedeutung ist. Die erste Einsicht, die ich in den letzten Wochen von…
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